Vielleicht erinnert sich jemand an unsere Hündin Shyla. Wir hatten sie damals von einem deutschen Verein für 300 Euro übernommen. Ursprünglich kam sie aus Spanien.
Ich weiß, es gibt auch da die pro- und contra-Seite ob man Hunde aus anderen Ländern „importieren“ muss, wo die deutschen Tierheime doch voll genug sind. Für uns war das damals die richtige Entscheidung. Die hat sich mittlerweile etwas geändert. Aber darum soll es jetzt hier nicht gehen.
Wir haben heute einen Bettelbrief von dem Verein bekommen, in dem erzählt wird, das derzeit rund 2000 Euro Aussenstände bestehen und man nun auf die Besitzer ehemaliger Schützlinge hofft. Grundsätzlich habe ich damit kein Problem. Allerdings wurde im Brief erklärt, dass zwei Hunde schwer krank waren und mit Goldakkupunktur behandelt werden mussten. Wie bitte? Ich glaub, mein Schwein pfeift. Goldakkupunktur?
Ich bin alternativen Heilmethoden durchaus aufgeschlossen. Nehme ja selbst derzeit Globuli und lasse die Symphyse mit Laser akkupunktieren. Ich bin auch überzeugt, dass es wirkt. Und ich habe auch Verständnis dafür, wenn ein Tierhalter der meinung ist, er müsse seinem Tier etwas gutes tun. Bitte, gern. Aber als Verein habe ich doch nicht nur die Verantwortung für 2 Tiere sondern für einige mehr und auch gegenüber den Mitgliedern eine gewisse Pflicht. Veilleicht stehe ich damit allein auf weiter Flur, aber ich bin der Meinung, dass man doch mit den Geldern so wirtschaften sollte, dass möglichst viele einen Nutzen davon haben.
Natürlich wäre es traurig, wenn man zwei Tieren nicht helfen kann. Aber für das Geld hätte sicherlich mehr als zwei anderen Hunden geholfen werden können. Hunde, die unter grausamen Bedingungen leben müssen, evtl. getötet werden, nur, weil man der Meinung ist, man müsse bei zwei anderen Hunden Goldakupunktur machen lassen.
Darüber kann ich nur den Kopf schütteln aber zum spenden regt es mich wirklich nicht an.



